Wirtschaftsfaktor Bienen

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Quelle: Fotolia.com/@kyslynskyy

Wussten Sie, dass Bienen nach Rind und Schwein das wichtigste heimische Nutztier sind? Über drei Viertel der Nutzpflanzen könnten ohne Bestäubung nicht existieren und die Hongbiene erledigte davon bisher zu über 90 Prozent diese Aufgabe. Der materielle volkswirtschaftliche Nutzen der Honigbiene beläuft sich auf über 2 Milliarden Euro. Gar nicht überschätzen darf man die immaterielle Bedeutung der Bienen für die Nahrungskette und unsere Versorgung mit Lebensmitteln. Diese unscheinbaren, kleinen Tiere leisten wirklich Erstaunliches.

Allerdings sind die deutschen Bienenbestände soweit geschrumpft, dass nur noch cirka 1/4 des eigentlichen Bedarfs vorhanden sind. Das hat massive Auswirkungen bis hin zu möglichen Ernteminderungen beziehungsweise -ausfällen zur Folge. Stellen Sie sich vor, die Apfelernte läge nur noch bei etwa 20 Prozent der Üblichen. Keltereien etwa bekämen wirtschaftliche Probleme.

Was sind die Ursachen des drastischen Schrumpfens der Bienenbestände?

Experten sind der Ansicht, dass hauptsächlich die sich immer weiter ausbreitenden Monokulturen von Energiepflanzen wie Raps dafür verantwortlich sind, aus denen vorwiegend Biokraftstoffe gewonnen werden. Dadurch finden die Bienen immer weniger Nahrung, müssen nicht selten hungern und werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Der Einsatz von Pestiziden gibt ihnen dann oft den Rest und die so geschwächten Bienenvölker überleben den Winter nicht.

Da die Produktion von Biokraftstoffen in Europa weiter erhöht werden soll, dürfte sich dies verstärkt negativ auf den Bienenbestand auswirken. Es fehlen einfach zu viele blühende Pflanzen unterschiedlichster Arten zu unterschiedlichen Zeiten im Nahrungsmittelangebot für die Bienen. Ohne Bestäubung unserer Nutzpflanzen, welche die Grundlage der Lebensmittelproduktion darstellen, sind somit durchaus Nahrungsmittelengpässe denkbar. Soweit sollte die Politik es nicht kommen lassen. Die Biene ist für uns Menschen ein zu wichtiges Nutztier, um sie nachlässig zu behandeln.

Michael May

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