Push und Pull im Wirtschaftskrieg

Je mehr von Ethik in der Wirtschaft gesprochen wird, umso abwesender scheint sie manchmal zu sein. In der Politik und der Wirtschaft geht es zunächst immer um Interessenlagen. Meistens werden diese geheim gehalten. Gewonnen wird die Auseinandersetzung zweier Parteien oder Konkurrenten in der Regel nicht von dem „besseren“ Menschen, sondern vom besseren Verhandler. Dieser beherrscht alle Facetten der eher freundlichen „Pull“ und der mehr unfreundlichen „Push“ Strategie. Folgende Fragen sind vorab zu klären:

1. Welches ist das angestrebte Hauptziel?

2. Welche Strategie ist anzuwenden: Eher offensive oder doch defensive Strategien und Taktiken?

Offensive Strategien eignen sich zur Markterweiterung als auch Marktdurchdringung, während defensive Strategien dazu dienen, Märkte lediglich zu halten oder aufzugeben.

Hier ein paar gängige Strategien:

* Strategien für Führende und Verfolger

* Strategien, die vom zeitlichen Ablauf bestimmt werden

* Simultane Züge

* Strategie bei Nullsummenspielen

* Strategie der kleinen Schritte

* Strategie der Desinformation

Natürlich ist diese Aufzählung nur unvollständig.

In Frankreich besteht ein Lehrinstitut, das sich sogar „Schule für Wirtschaftskrieg“ offiziell nennt. Auch der rasante wirtschaftliche Erfolg der Chinesen in den letzten zwei Jahrzehnten kommt nicht von ungefähr. Basierend auf der Lehre von Sunzis „Kriegskunst“ (entstanden vor ca. 2.500 Jahren) lernen heute chinesische Kinder die 36 Überlistungstechniken, Strategeme genannt, bereits in der Schule. Einfache Cartoons bringen ihnen spielerisch bei, wie sie ihren Gegner ab besten besiegen. Ethische Überlegungen spielen kaum eine Rolle.

Unternehmer, die sich ethisches Verhalten auf die Fahnen geschrieben haben, sollten daher auch die weniger netten Strategien und Taktiken kennen. In Zeiten stärker werdenden Wettbewerbs, oft gesättigter Märkte und unsicherer Rahmenbedingungen ist mit der Zunahme unfair empfundener Vorgehensweisen zu rechnen.

Nachstehend habe ich den deutschen Text der Quellen-Website http://www.ege.fr (Schule für den Wirtschaftskrieg) einmal eingefügt:

„Die « Ecole de Guerre Economique » (Schule für Wirtschaftskrieg auf Deutsch) ist keine allgemeine Ausbildung. Sie wurde 1997 gegründet, um zwei tiefe Lücken in der Grundausbildung und der Weiterbildung zu schliessen:

1- die Berücksichtigung der Informationskonflikte in der Vorstellung der Strategien von Unternehmen, Administrationen und Gebietskörperschaften;

2- die Problematik des Mächtewachstums der Nachkriegszeit in einem weltweiten angespannten Handelsaustausch.

Im Gegenteil zu den, dem amerikanischen Bildungsstandart angepassten, Unterrichtstrukturen, platziert sich die EGE gegen den Strom dieses Nivellement der Gedanken. Selbst wenn die EGE den ängelsächsischen Beitrag nicht abstreitet, hat sie ihr eigenes pädagogisches Vorbild entworfen. Dies liegt der Vergleichsanalyse von National- und Supranationalsystemen, Technologietransferen zwischen Militär- und Zivilumgebungen und der fortschreitenden Bedeutung des Offensivmanagements der Informationen in der Entwicklung der wirtschaftlichen Tätigkeit zugrunde.“ ( Auszug, Quelle: http://www.ege.fr)

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