Unternehmen im Dauerstress Teil 3

Die Beschreibung von generellen Trends und Arten von Krisen waren Gegenstand der beiden ersten Teile. Die immer schneller werdenden Produktzyklen und Veränderungen der Märkte zwingen viele Unternehmen verstärkt, „auf Sicht zu fahren“. Mehrjahrespläne dienen lediglich als „Leitplanken“, in denen sich das Unternehmen zukünftig bewegen wird. Folgende Auswirkungen zeichnen sich direkt für Unternehmen ab:

1. Geschäftsmodelle überleben sich schneller

2. Werte von Unternehmen erodieren schneller als von der Unternehmensführung angenommen

3. Unternehmen existieren tendenziell nur noch über einen begrenzten Zeitraum

4. Unternehmen geraten schneller als bisher in Gefahr, zu Sanierungsfällen zu werden

5. Die Gefahren (juristisch und materiell) für angestellte Führungskräfte nehmen weiter zu. Seit 1997 müssen Aufsichtsgremien vermeintliche, dem Unternehmen entstandene Schäden bei den verantwortlichen Managern auch einklagen. Bestehende D & O Versicherungen schützen die Beklagten nicht in allen Fällen

6. Wesentliche Aspekte der Führung eines Unternehmens sind im Rahmen des Risikomanagements verstärkt zu beachten: Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs – Minderung des Risikos

7. Jenseits aller Diskussionen über „Ethik“ in Unternehmen geraten zumindest angestellte Geschäftsführer unter noch stärkeren Handlungs- und Rechtfertigungsdruck

8. „Harte“ Controllinginstrumente werden stärker als bisher als Allheilmittel gesehen werden. Zwar ist dieser Ansatz sehr wichtig. Entscheidender für den Erfolg eines Unternehmens sind nach meiner Meinung aber die Qualität des Personals, flexible Strategien und vor allen Dingen die Umsetzung notwendiger Maßnahmen. Der Kommunikation aller Ebenen (horizontal und vertikal) kommt eine besondere Bedeutung zu. Der tägliche Gang durch das Unternehmen im Rahmen des bekannten und erfolgreichen „Management by Wandering Around“ wird gerade für Unternehmen des Mittelstands noch wichtiger.

Direkte, kurze Gespräche bringen schnellere, umfangreichere und bessere Informationen für die Entscheidungsfindung. Der ausufernde Gebrauch des internen Email-Systems sollte durch vereinbarte Spielregeln eingeschränkt werden

Ende Teil 3

Michael May

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