Unternehmen im Dauerstress Teil 1

Die derzeitige Finanzkrise scheint kein Ende zu nehmen. Gleichzeitig trübt sich die Weltwirtschaft ein und immer mehr Unternehmen „fahren auf Sicht“. Dabei bestimmen einige große Trends die Zukunft:

1. Trend
Die Produktivität steigt weltweit stetig an. Es werden immer weniger Menschen in den Produktionsprozessen gebraucht, die trotzdem aber immer mehr herstellen (z.b. Autoindustrie).

2. Trend
Gleichzeitig treten immer neue Personen und Unternehmen in den Wettbewerb ein. Das verschärft die Umfeldbedingungen und erhöht weiterhin den dauerhaften Druck auf die Preise.

3. Trend
Die Lebenszyklen von Produkten haben sich teilweise stark verkürzt. Die Folge ist, dass Unternehmen schneller als früher ihre „Cash Cow“ verlieren und ständig Innovationen (oder kluge Imitationen) kreieren müssen. Nur so schaffen sie eine neue Cash Cow für die Zukunft.

Diese Entwicklungen haben für die Entscheider in Unternehmen gravierende Folgen:

1. Unsicherheit der Entscheidungen
Entscheidungen werden trotz immer mehr Daten und Informationen mit einer größeren Unsicherheit behaftet sein, da die Zahl der Mitspieler größer wird und die Rahmenbedingungen unübersichtlicher werden. Das Zeitalter der Algorithmen zur Lösung solcher Probleme fängt gerade erst an.

2. Es gibt einen Trend zu Oligo- oder Polypolen
Gerade finanzstarke Unternehmen finden es zunehmend attraktiv, allein über Größe Einfluss auf den Markt zu nehmen. Große „Attraktoren“ aber verzerren oder verhindern eher freie Märkte und halten Wettbewerber fern.

3. Die Handlungsmöglichkeiten erodieren
Erfolg wird immer weniger dauerhaft sein und nur für eine begrenzte Zeit über eine bessere Qualität, Hebung von Kostenvorteilen, höhere Anpassungsgeschwindigkeit und vorübergehende Wissenvorteile möglich sein.

4. Social Media revolutionieren Prozesse und Vertrieb
Heute ist es schon alltäglich, sich eine fertige Website oder einen Webshop mit einfachsten Mitteln einzurichten. Fertige Schablonen, Themes, Texte und auch komplette Zahlungssysteme können gegen geringes Geld von etlichen Anbietern gemietet werden und sehen doch individuell aus. Wer will, schreibt Aufträge aller Art etwa bei MyHammer aus und findet dort günstige Anbieter. Videos können heute ohne großen Aufwand selbst hergestellt und einfach hochgeladen werden.

5. Klassische Bewertungen von „Assets“ schwinden
Es wird sich zeigen, dass die klassischen Methoden der Unternehmensbewertung an Bedeutung abnehmen. Allein Preise entscheiden über den Wert eines Produktes und diese Preise stehen wie beschrieben unter Druck. Planrechnungen wie „Discounted Cash-flow“ vermitteln nur eine Scheingenauigkeit und ein trügerisches Gefühl der Sicherheit für den Unternehmer.

Ende Teil 1

Michael May

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