Was tun in der Rezession?

Die neuesten Prognosen deuten auf eine deutliche Abschwächung der deutschen Wirtschaft hin. Einige Marktteilnehmer sehen die nächste Rezession im Anmarsch. Daher ein paar Tipps von mir, die ich schon früher einmal veröffentlicht habe:

1. Cash is King: Eine gute Liquidität hat oberste Priorität. Streichen Sie ggf. auch Investitionen, welche Sie schon lange geplant haben, die sich aber nicht mehr amortisieren könnten. Nicht sinnvoll ist Sparen bei unbedingt notwendigen Instandhaltungsinvestitionen

2. Kostenkürzung: Der Klassiker, allerdings sollte nicht die ‚Rasenmäher-Methode‘ angewandt werden (10% auf alles!), sondern alles gekürzt werden, was nicht unbedingt benötigt wird. Es gibt aber eine Kostenposition, die sogar ausgeweitet werden könnte.

3. Der Vertrieb: Dieser wird in schwierigen Zeiten immer wichtiger. Wirklich gutes Vertriebspersonal ist wertvoll, selten und stellt quasi einen immateriellen Vermögenswert dar. Ein Steigern der Vertriebsaufwendungen zu Lasten anderer Kosten ist unter Umständen sinnvoll. Gutes Reklamationsmanagement wird noch wichtiger.

4. Die Preispolitik: Bisher übliche Preise können in Zukunft ggf. nicht mehr durchgesetzt werden, weil nur noch geringe Nachfrage herrscht oder ein allgemeines Sinken des Preisniveaus stattfindet. Gibt es noch Deckungsbeiträge? Welchen Preis akzeptieren die Kunden noch und passen die eigenen Kosten dazu?

5. Prozessüberprüfung: Wie ändert sich die Kapazitätsauslastung im Unternehmen und welche Auswirkungen ergeben sich auf die Prozesse? Ist die Aufbau- und Ablauforganisation noch aktuell? Stellen Sie alle Prozesse auf den Prüfstand. „Das haben wir schon immer so gemacht!“ ist tabu!

6. Kommunikation: Alle Maßnahmen wirken nur im Bündel und sind daher sauber mit den Mitarbeiter/innen zu kommunizieren. Alle die mitwirken wollen müssen auch an einem Strang ziehen. Daher ist gerade in schlechten Konjunkturlagen der interne Austausch besonders wichtig. Identifizieren Sie das know-how im Unternehmen, welches unbedingt gehalten werden muss um die Zukunft zu bestehen.

7. Optimismus: Auch wenn man auf die „Großwetterlage“ keinen Einfluss hat ist optimistisches Denken trotz allem entschlossenen Handeln unbedingt erforderlich. Schließlich sollen die Zeiten ja auch wieder einmal besser werden.

Michael May

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