Verstaatlicht die Banken!

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Basel ist eine sehr schöne Stadt. Leider dürfte sie aber auch einer der Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang Europas werden. Dort sitzt nämlich der Basler Ausschuss der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), der die Bankenwelt reguliert. Im Grunde eine sinnvolle Sache und der Ausschuss hat viel Gutes bewirkt.

Aufgaben von Kreditinstituten

Kreditinstitute sind dafür da, die Volkswirtschaft mit Geld und Krediten zu versorgen. Dazu müssen sie beherrschbare Risiken eingehen, um beispielsweise Unternehmen zu finanzieren. Die Übernahme von Risiken ist das Kerngeschäft einer Bank. Ohne eine gesunde Prise unternehmerischer Menschen in den Banken ist dies nicht möglich.

Zerstörung des Unternehmertums

Das wird ihnen nun gründlich ausgetrieben. Schon Basel III reguliert sie so gründlich, dass Kreditinstitute mehr mit Regulierung als mit Kunden zu tun haben. Wenn Basel IV voraussichtlich im Jahr 2022 kommt, dann werden alle europäischen Kreditinstitute nach einem Standard-Modell für die Risikobewertung gesteuert. Klingt vernünftig, berücksichtigt aber nicht unterschiedliche Geschäftmodelle und zerstört das so wichtige Unternehmertum in den Banken.

Diese müssen dann bei geringsten Risiken etwa eines Unternehmens sofort reagieren. Auch nur vorübergehende Schwächen eines Unternehmens können dieses so in existenzielle Probleme stürzen.

Unsichtbare Elefanten

Fast lustig – wenn es nicht so ernst wäre – ist hingegen, dass auch Staaten in Europa, die der Pleite nahe sind, als Schuldner ohne Risiko betrachtet werden. Die wirklich großen Brocken werden daher nicht reguliert, während die im Vergleich kleineren und gestreuten Unternehmensrisiken mit dem Skalpell seziert werden. Die unsichtbaren Elefanten im Raum interessieren nicht.

Spätestens Basel IV wird somit zu einer gelenkten Volkswirtschaft führen, bei der die Politik auf einem Auge bewusst blind ist. Reinste Planwirtschaft nach Schema F im Verbund mit politischer Geldverschwendung. Alle Verantwortlichen in Kreditinstituten jedoch werden übervorsichtig werden, weil sie befürchten müssen, bei angeblichen Fehltritten von der Aufsicht bestraft zu werden. Die wollen ihren Job behalten.

Die intelligentere Lösung

Die USA wenden Basel III nur sehr begrenzt an und werden dies auch hinsichtlich Basel IV tun. Sie wissen um die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns. Dort ist den Banken sogar verboten, sich sklavisch an die Beurteilung von Kreditnehmern durch Ratingagenturen zu halten. Hingegen sind den dortigen Kreditinstituten Spekulationen auf eigene Rechnung (Dodd-Frank-Act aus dem Jahr 2010) untersagt, was europäische Banken aber – noch – dürfen.

Schlagende Wirkung

Mit dem Versuch, Risiken massiv zu bekämpfen und gar zu beseitigen (was mir unmöglich erscheint) zerstört die Politik mit dem Mittel des Basler Ausschusses die Zukunft Europas!

Die politisch gewollte Nullzins-Politik in Europa wird ihr übriges tun, um die Kreditwirtschaft vor nahezu unlösbare Aufgaben zu stellen.

Daher mein Vorschlag:

Verstaatlichung der Kreditinstitute! Dann können die EU, die EZB und die Bankenaufsicht durchregieren. Ist doch viel einfacher: Eine klare Befehlskette. Die ansonsten von mir geschätzten Beamten können sicher besser Banken steuern und die Volkswirtschaft fördern als unternehmerische Menschen. Ganz bestimmt.

Michael May

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George Carlin, Comedian

George Carlin ist nun schon etliche Jahre tot, aber seine Stand-up-Comedy ist immer wieder sehenswert: Schnell, zupackend, manchmal derb, aber immer klasse. George Carlin on some cultural issus:

Michael May

Bullshit-Life

Bullshit-Jobs: So nennt der Ethnologe David Graeber von der London School of Economics die Jobs, die aus seiner Sicht keinen gesellschaftlichen Wert haben, nichts bringen und sogar krank machen sollen.  Er meint damit vermeintlich  nutzlose Jobs von Menschen, die im Büro nur 3 – 4 Stunden wöchentlich arbeiten würden und von denen es überraschend viele gäbe. Glücklich seien diese Menschen trotz guter Bezahlung oft nicht, sondern sie neigten verstärkt zu Depressionen. Diese Boreout-Jobs stifteten keinen Sinn und förderten im Gegenteil Antriebslosigkeit.

Jeder dritte Jugendliche will als Influencer Karriere machen und bekannt werden. Die allermeisten Möchte-Gern-Influencer werden an zu hoch gesteckten Zielen und gleichzeitig fehlenden Fähigkeiten daran scheitern. Wenn das Selbstbewusstsein von der Anzahl der Follower abhängt empfinde ich dies als schon ein wenig traurig.

Hingegen genießen die wirklich wichtigen sozialen Jobs oft wenig Ansehen, werden eher schlecht bezahlt und sind oft von umfangreichen Dokumentationspflichten begleitet. Müllmann, Pfleger oder Krankenschwester erbringen der Gesellschaft mehr Nutzen als so mancher Manager oder Büroangestellter. Wer von ihnen für den Job zu sehr brennt ist dann nicht selten nach ein paar Jahren ausgebrannt.

So enden sowohl die unterforderten Bullshit-Jober als auch die überforderten Engagierten am Ende oftmals in Krankheit. Beide sind nicht glücklich und können oder wollen sich aber daraus nicht befreien.

Das Leben solcher Menschen ist somit in gewisser Weise gescheitert. Sie haben „ihren“ Weg nicht gefunden, nicht den Job, der ihrem Wollen und Fähigkeiten entspricht.

Von einem unbefriedigenden Bullshit-Job zu einem Bullshit-Leben ist es dann nicht mehr weit.

Das Gegenteil von einem solchen Leben ist das Fulfil-Leben: Die persönlichen Motive erforschen, die eigenen Grenzen austesten, die Komfortzone verlassen und auch einmal umkehren, wenn sich der eingeschlagene Weg als zu steinig oder gar falsch erwiesen hat.

Keine einfache Sache in einer sich anscheinend immer schneller ändernden und komplexer werdenden Welt. Bullshit-Life kann jeder. Fulfil-Life benötigt einiges mehr.

Michael May

 

 

 

 

 

 

 

 

TECHNO-RAUMZEIT

Albert Einstein postulierte in der Speziellen Relativitätstheorie vor gut 100 Jahren die Raumzeit: Raum und Zeit sind keine unabhängigen Dimensionen, sondern untrennbar miteinander verwoben.

Lebenslang hat ebenfalls einen Kunstbegriff erfunden: die TECHNO-RAUMZEIT

Ich glaube, dass ungeheure Veränderungen in Kultur, Gesellschaft, Technik und dem Verständnis unseres Menschseins bevorstehen. Der Technik kommt dabei eine besondere Rolle zu, denn es gibt bei aller Ungewissheit über die Zukunft eine Konstante:

Den technologische Zeitstrahl!

Von der Erfindung der ersten Werkzeuge aus Stein, des Rades, der Windmühlen, des Autos etc hat es die Menschheit in nur wenigen Jahrtausenden sogar geschafft, Atome zu spalten und außergewöhnliche Maschinen aller Art zu bauen. Eine ungeheure geistige Leistung war dazu nötig. Der technologische Zeitrahl wird jedoch noch weiter nach vorn schreiten, niemand wird ihn wohl aufhalten können.

Der Gründer von Second Life, Philip Rosedale, prophezeit sogar, wir alle würden in absehbarer Zeit in einer virtuellen Welt ein besseres Leben als in der ‚echten‘ Realität führen, weil man dort alles richtig machen könne. Das eigene, echte Leben hingegen sei irgendwie fad dagegen.

Die Techno-Raumzeit ist gerade im werden. Die vielen großen und  kleinen Helferlein und vorgeblich treusorgenden Social-Media-Riesen umgeben uns immer dichter in einer Art unsichtbaren Kokon. Ich nenne das auch TECHNO-COCOONING, den Rückzug aus der Realität. Es werden ständig mehr Helferlein und diese gleichzeitig immer raffinierter. Nicht umsonst stecken Unternehmen und Staaten mittlerweile ungeheure Summen in die Erforschung Künstlicher Intelligenz (KI).

Wir können diese Technologien nicht mehr weglegen wie ein Handwerkzeug. Im Gegenteil: Sie machen abhängig und schaffen sich ihren eigenen Menschen, eine neue Menschheit. Der Mensch wird nur noch Randfigur. Der Technik ist auch egal, ob sie nützlich ist oder nicht. Sie wird jedoch auch dein Leben verändern. Wie begrüßen die Borg aus Startrek neue Species: Widerstand ist zwecklos! Du brauchst Strategien, um nicht von der kommenden technologischen Revolution, der Techno-Raumzeit, in der alles mit allem verbunden ist, assimiliert zu werden.

Wie du es schaffst, die Technologien positiv für dich zu nutzen und in einer Welt ineinander verschwimmender Realitäten deinen guten und richtigen Weg zu finden und zu gehen, dabei will Lebenslang dich handfest unterstützen.

https://www.lebenslang.shop/

Michael May

Transhumanismus – Humanistisch oder Techno-Cocooning?

Kennen Sie die Borg? Das ist jene Spezies im Startrek-Universum, deren Mitglieder alle geistig miteinander verbunden sind und die durch Implantate und Technologien im und am Körper „verbessert“ wurden. Die Borg wollen alle anderen Spezies des Universums mittels Technologie in Borg transformieren und bekriegen diese massiv. Ihr Wahlspruch lautet: „Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos!“

Was haben die Borg mit Transhumanismus zu tun? Letzterer sieht Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen als Übergang zu einer Art Überwesen an. Menschen werden als beliebig formbares und eher minderwertiges Material  angesehen. Transhumanisten glauben in fast religiös anmutender Weise, dass neue Technologien und wissenschaftliche Erkenntnisse quasi automatisch nur Fortschritt bringen.

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich fände ich beispielsweise Mittel gegen Demenz und alle sonstigen Krankheiten gut. Oder Wege, das Leben ein wenig zu verlängern. Es geht daher nicht um Ablehnung des technologischen Fortschritts, sondern um Bewertung des Nutzens, aber auch der Gefahren neuer Technologien. Eine Selbstverständlichkeit wie ich meine. In diesen neuen Technologien steckt die Kraft – im Guten wie im Bösen – einzelne Menschen und ganze Gesellschaften möglicherweise radikal zu verändern.

Wer sind die Treiber und Lobbyisten des Transhumanismus? Es ist nicht erstaunlich, dass diese Geldgeber – von viel Geld – Konzerne aller Art sind. Sie wittern jede Menge neue Geschäftsmodelle und noch mehr Geld. Der Mensch selbst ist ihnen, vermute ich, im Grunde egal, auch wenn sie dies ad nauseam vehement bestreiten würden. Er ist  nur Ressource und wird auch noch abhängig gemacht. Implantate, Medikamente, genetische Veränderungen und „neue“ Lebensmittel etwa sichern diese Abhängigkeiten und kreieren damit die perfekte Cash-Cow. Ein riesiger neuer Markt entsteht gerade, den viele Konzerne mit aller Macht erschließen wollen und wohl auch werden.

Daher sollte unbedingt eine öffentliche Diskussion über Nutzen und Gefahren des Transhumanismus geführt werden. Führen diese vielen transhumanistischen Produkte, welche die Menschen zukünftig immer dichter und quasi untrennbar begleiten werden, zur Fortentwicklung des Menschen und der Gesellschaft oder im Gegenteil zur Degeneration?  Ich befürchte: Zu Letzterem.

Bequemlichkeit, Lifestyle, und Komfort der neuen Technologien verhindern ein wesentliches Element der persönlichen Entwicklung: Das Verlassen der Komfortzone. Unangenehmes und Anstrengendes wird im Gegenteil gemieden. Viele sichtbare und unsichtbare Helferlein unterstützen den Nutzer oder die Nutzerin bei deren Vermeidung.

Entwicklung setzt immer die Bereitschaft für Unbequemes, Belastung, Nachdenken und Schärfung der eigenen ungetrübten Wahrnehmung voraus. Transhumanisten können so etwas nicht gebrauchen, denn das würde ihr Geschäft beeinträchtigen. Sie wollen den Kunden einlullen und ihn glauben machen, nur ihre Technologie würde ihn voran bringen.

Sie schaffen bewusst ein Techno-Cocooning.

Keine Blase, sondern einen immer dichter werdender Kokon aus all den vielen kleinen, schönen neuen Produkten und Anwendungen, von denen der Mensch sich irgendwann nicht mehr befreien kann, weil er diese wie ein Werkzeug, etwa einen Hammer, nicht einfach beiseite legen kann.  Er ist mit diesen lebenslang verbunden und abhängig: Der perfekte Konsument! Der Traum eines jeden Konzerns.

Führen wir keine ernsthafte Debatten über den Transhumanismus, seine Ziele und Probleme, sondern bejubeln sogar gedankenlos dessen immer neuen Fortschritte, dann könnte irgendwann der Point of no Return auftauchen, ab dem es heißt:

Widerstand ist zwecklos!

Michael May

 

 

 

 

 

 

 

Wer arbeitet darf auch feiern

Hendrik Hey, der Macher und Inhaber von „Welt der Wunder“ (Wissenssendung im TV und Printmedium) hat mit etwa 500 Gästen im Freiheiz München gefeiert. Nette Menschen, tolle Gespräche und ein schickes Ambiente. Ein wunderbarer Abend, der mir wirklich gefallen hat.

Er hat vor etwa drei Jahren seinen gleichnamigen Sender gegründet und noch viel vor. Neue Formate, interessante Projekte  und viele gute Ideen sind auf dem Weg, verwirklicht zu werden. Ich freue mich darauf.

Michael May

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